Beträchtliche Bildschirmzeiten außerhalb des Unterrichts, lange Unterrichtstage im Klassenzimmer, der Wunsch das Gemeinschaftsgefühl zu stärken – nur einige Beobachtungen, die unter anderem die Sportlehrkräfte der Haßmersheimer Gemeinschaftsschule dazu bewegten, an einem Konzept zu arbeiten, das Kinder und Jugendliche gemeinsam in Bewegung bringt. Neben den fest etablierten Fußball-
Arbeitsgemeinschaften in der Primar- und Sekundarstufe, dem Anliegen Jugend trainiert für Olympia verpflichtet, und Lerngängen zum TSG Campus in Hoffenheim, beispielsweise beim AOK Youth Day, wurden im Rahmen der Rhythmisierung des Ganztagsangebots Möglichkeiten zur regelmäßigen gemeinsamen Bewegung geschaffen: Mobile Fußballtore für den Schulhof oder der tägliche von Schülerinnen und Schülern organisierte Bewegungsspieleverleih sind nur zwei Beispiel aus dem Schulalltag. Nun ermöglichte der Fortbildungsworkshop „Score a goal“ Vertretern der Fachschaft Sport, „Schulfußball mal ganz anders“ zu erleben. Bei dem Projekt der Stiftung Sport in der Schule geht es darum, physische und psychische Gesundheit durch Bewegung, Sport und Spiel zu fördern. Martin Klopfer und Klaus Hubrich, Jugendtrainer beim VfB Stuttgart und beide Lehrer, besuchten im Rahmen des Workshops die Friedrich-Heuß Gemeinschaftsschule und vermittelten den Teilnehmenden Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Jahrgängen nicht nur fußballspezifische Kompetenzen am Ball, sondern rückten auch Inhalte zum sozialen Miteinander in den Mittelpunkt. Auf insgesamt vier Fußballfeldern, die in der Sporthalle eingerichtet wurden, suchten die begeisterten Kinder und Jugendlichen Antworten auf Fragen wie „Wie müssen wir miteinander umgehen, um das Spiel am Laufen zu halten?“ oder auch „Wie gehen wir miteinander um, wenn etwas mal nicht klappt?“ Durch fehlende Schiris war die Eigenverantwortung von Beginn an gefragt, Wechsel musste selbständig durchgeführt werden und Gespür für Mit- und Gegenspieler musste entwickelt werden. Unterbrochen wurden die Phasen auf dem Spielfeld durch Koordinationsübungen für Körper und Kopf. „Es ist beeindruckend mit welchem Ehrgeiz, aber auch mit welcher Feinfühligkeit die Kinder und Jugendlichen durch alle Altersstufen hindurch bei der Sache sind“, resümierte Sportlehrer Georg Elmlinger. Die erarbeiteten Inhalte werden nun weiter in die Konzeption an der FHS integriert und sollen so zu einem Lernerfolg auf verschiedenen Ebenen beitragen.

FHS, 05/2026

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