Projekt „Neue Medien/Cybermobbing“ an der Friedrich – Heuß – Gemeinschaftsschule

Projekt „Neue Medien/Cybermobbing“ an der Friedrich – Heuß – Gemeinschaftsschule

Der gute und enge Kontakt von Schulsozialarbeiterin Jutta Groß mit den Schülerinnen und Schülern an der Haßmersheimer Friedrich Heuß Schule (FHS) brachte den Anstoß für ein großes Projekt. Immer wieder wurde in der Teestube oder auch in den Pausen bei Jutta Groß heiß diskutiert: Die Jugendlichen beobachteten, dass die Nutzerschaft der Smartphones immer jünger wird und teilweise wie unvorbereitet und ungeschützt schon die Kleinen damit auch Zugang zu sozialen Netzwerken haben. Schulsozialarbeiterin Jutta Groß sah Handlungsbedarf und initiierte das Projekt „Neue Medien/Cybermobbing“, das von ihr bis ins Detail organisiert und geplant wurde. Großzügige Unterstützung erfuhr Frau Groß bei ihrer Sponsorensuche: Die Finanzierung der Projekttage ermöglichten die Kommunale Kriminalprävention des Neckar Odenwald Kreises, der Lions Club, Jugendfons und Jugendhilfeverein des Landkreises und auch Schirmherr Haßmersheims Bürgermeister Salomo leistete einen Beitrag seitens der Gemeinde.
Schnell war klar, dass möglichst alle Altersklassen an der Gemeinschaftsschule angesprochen werden sollten und so beschäftigten sich die Klassen 3 bis 10 über zwei Projektwochen mit dem Thema  und waren danach über so manches Detail überrascht oder auch schockiert. Altersgerecht wählte Jutta Groß für die beteiligten Klassen Filme und Aktionen aus, die dann für reichlich Gesprächsstoff sorgten.
Während in Klasse 3 mit Hilfe der „Pfefferkörner“ Bewusstsein für die Thematik Mobbing durch und mit Medien geschaffen wurde, konnten die Vierer schon in die inhaltliche Diskussion einsteigen: Provokationen, Gruppenzwang, Cybermobbing wurden als verletzende und persönlichkeitszerstörende Elemente ausgemacht, die viel Empathie auslösten. Dass im Chatraum zahlreiche Gefahren lauern, war ein Schwerpunkt in den 5. Klassen. Hier erkannten die Schülerinnen und Schüler, dass selbst bei vermeintlich vorsichtigem Umgang mit den eigenen Daten, Informationen zur Person abgefischt werden können, eine Identifizierung stattfinden und Stalking extreme Folge sein kann. Sehr konkret wurde es in den Klassen 6 und 7, wo Präventionsvertreter der Polizeidirektion Mosbach über zwei Tage zum Thema Cybermobbing aktiv und intensiv mit den Schülern im Gespräch waren, die nun über die Straftatbestände in diesem Zusammenhang gut informiert sind. Eines der Highlights des Projekts war die Aktion des Chaos Computer Clubs, der in den 7. und 8. Klassen u.a. über den Umgang und die Sicherheit mit Passwörtern ausführlich informierte und den Schülern eindrucksvoll präsentierte, wie einfach es sein kann, Passwörter zu knacken. Die Großen (9./10.Klasse) wandten sich PC Spielen und „Fakes“ zu, wobei viele nach dem gezeigten Film („Spiel mit dem Tod“) nicht glauben konnten, dass sie hier einem Fake aufsaßen.
Höhepunkt des Projekts waren die Theaterstücke, die von Profis gezeigt und im Anschluss daran jeweils mit den Schauspielern fleißig von den Schülerinnen und Schülern debattiert wurden: Für die Klassen 3 bis 6 zeigte das „Theater 3D“ (München) das Stück „(K)ein normaler Tag“ und die Klassen 7 bis 10 sahen das Ensemble Radiks aus Berlin mit „Fake – war doch nur Spaß“. Beide Stücke thematisierten Mobbing, das in der Gruppe begann und dann in den neuen Medien in unfassbare Ausmaße weiter getrieben wurde. Die Schülerinnen und Schüler der FHS waren von beiden Stücken und der enormen schauspielerischen Leistung sehr beeindruckt und auch noch Tage danach mit den Inhalten tiefgründig beschäftigt.
Für Initiatorin Jutta Groß waren die Projekttage ein enormer Gewinn: „Der offene Umgang mit dem Thema war Auslöser für viele offene Gespräche und es gelang, eine in vielen Bereichen als Tabu – Thema empfundene Problematik zur Aussprache zu bringen.“  Auch in Zukunft soll weiter an und mit dieser Thematik gearbeitet werden:  Neben Lehrerworkshops zum Umgang mit Cybermobbing, Elternabenden und Schülern, die als Medienscouts fungieren, soll auch ein für die FHS einheitlich gültiger Ehrencodex zum Umgang mit Smartphones und dem Internet  das Ziel sein, der von allen am Schulleben Beteiligten erarbeitet wird. Schulleitung und Lehrerschaft dankten Jutta Groß für ihr Engagement und auch die Schüler gaben durchweg positive Rückmeldung zu dem Projekt.

MK

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Sekretariat Nicole Schumacher

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